Blaubeere, Heidelbeere, ja was denn jetzt
Ich muss zugeben, es gibt nicht viele Früchte, die ich so uneingeschränkt verzehren könnte wie Blaubeeren…ob im Müsli, in Pfannkuchen, in Muffins, in Quark oder natürlich auch pur. Dabei kann ich noch nicht einmal sagen, warum ich Blaubeeren so gerne esse, ich finde sie halt super lecker. Vielleicht, weil sie nicht zu viel Säure enthalten, weil sie eine schöne Süße aufweisen und einen Geschmack haben, den ich einfach als sehr angenehm empfinde. Aber Moment mal, sind es eigentlich Blaubeeren, die ich so gerne mag oder doch Heidelbeeren, die ich regelmäßig esse und was ist eigentlich der Unterschied? Im Prinzip gibt es keinen und in der Tat handelt es sich um zwei Bezeichnungen für ein und dieselbe Frucht. Die unterschiedlichen Bezeichnungen haben regionale Ursprünge.
Allerdings gibt es bei den kleinen blauen Beeren schon Unterschiede: Bei den überwiegend im Fachhandel angebotenen Beeren handelt es sich um sogenannte Kultur-Heidelbeeren, die aus der Nordamerikanischen Blaubeere (Vaccinium corymbosum) gezüchtet wurden. Die heimischen Wald-Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus) ist mit der Kultur- Heidelbeere bei weitem nicht so eng verwandt, wie oftmals angenommen. Die Wald-Heidelbeere ist kleinwüchsiger und trägt kleinere Früchte als die Kultur-Heidelbeere und sorgt, im Gegensatz zur Kultur-Heidelbeere, für eine Blaufärbung des Mundes. Auch das Fruchtfleisch und die in der Frucht enthaltenen Samen unterscheiden sich deutlich voneinander. Neben der Bezeichnung Heidel- und Blaubeere, wird sie regional auch als Wildbeere, Waldbeere, Besing, Schwarzbeere, Mollbeere, Bickbeere, Staudelbeere, Zeckbeere, Moosbeere oder Heubeere bezeichnet.
Übrigens im amerikanischen wird die Blaubeere oftmals auch als Huckleberry bezeichnet.
Was hat Gin mit Blaubeeren zu tun?
Wie ihr Gin-begeisterten Leser natürlich wisst, können bei der Gin-Herstellung die unterschiedlichsten Botanicals zum Einsatz kommen, so auch die Heidelbeere. Bislang war ein typisches Blaubeeraroma bei Gins jedoch wenig vertreten – zumindest kannte ich bis dato keinen Gin, der sich die Blaubeere ganz bewusst zu Eigen gemacht hat. Das hat sich vor kurzem geändert als ich das erst Mal mit dem Huckleberry Gin in Kontakt gekommen bin. Diesem Gin, den ihr auch in unserer CAMY Gin Skala findet, mussten wir einfach ein eigenes Rezept widmen, das genau seine feinen Blaubeeraromen unterstreicht. Übrigens ist dies auch eine Premiere für uns: wir haben nicht erst ein Cocktail entworfen und dann den Gin dazu ausgewählt sondern haben bewusst für einen bestimmten Gin ein „Cocktailkleid“ geschneidert.
Kombuchaaaaaaaaaaaaaa
Als ich mir Gedanken gemacht habe, welche Zutaten perfekt zu dem Huckleberry Gin passen würden, stieß ich bei meinem letzten Besuch in Ljubljana (Slowenien) relativ schnell auf Blaubeerlikör, dieser ist in Slowenien sehr populär. Und schnell war klar: Blaubeere und Heidelbeere gesellen sich gerne ;-) Allerdings sollte man bei dem Kauf von Blaubeerlikör auch auf Qualität achten und die Zucker- und Kunstaromenbomben meiden.
Alltagstauglich und schnell zubereitet
Für den Blue Be G Project war es uns wichtig, dass man keine Bartender Ausbildung benötigt und nicht unzählige Zutaten beschaffen muss, um diesen zu zaubern. Zwei alkoholische Komponenten, ein wenig Honig und Limettensaft sowie Kombucha als Filler bilden die Basis für diesen fruchtigen Cocktail. Damit kann dieser Cocktail auch einfach und im Handumdrehen zuhause zubereitet werden. Der Huckleberry Gin sowie der Blaubeerlikör sorgen für das primäre Aroma, der Limettensaft und der Kombucha für die Frische und Spritzigkeit und mit dem Honig könnt ihr ein wenig an der „Süßeschraube“ drehen…Blue Be G Project
Zutaten
- 4 cl Huckleberry Gin
- 3 cl Blaubeerlikör
- 1 cl Limettensaft
- 1 TL flüssigen Honig
- Kombucha zum Auffüllen
- Blaubeeren und Minze zum Dekorieren
Anleitungen
- Gin, Blaubeerlikör, Limettensaft und Honig in einen Shaker füllen und mit einem Barlöffel so lange umrühren, bis sich der Honig aufgelöst hat.
- Eiswürfel dazugeben und kurz aber kräftig schütteln.
- Drei Eiswürfel In ein breites Becherglas geben. Den Inhalt des Shakers in das Becherglas geben und mit Kombucha auffüllen und mit einigen Blaubeeren und einem Minzzweig dekorieren.
Notizen
Käuflich erwerbliche Kombuchas sind in der Regel sehr unterschiedlich „be-zuckert“, so dass ihr, je nach persönlichen Geschmack, gegebenenfalls etwas mit dem Honig herum experimentieren müsst.




